#18off4 /// Buffallo Bills 2018 Preview

Josh Allen, der Quarterback, der wie ein Quarterback aussieht ™, ist der neue Zugbüffel im Norden.

 

2017 Offense Rnk
OFF DVOA 26
PASS O DVOA 28
RUN O DVOA 19
ALY 27
ASR 31
Points/Drive 22
Points/RZTrip 18
Turnovers/Drive 8
3rd Down
Conversion %
6
2017 Defense Rnk
DEF DVOA 15
PASS D DVOA 12
RUN D DVOA 31
ALY 21
ASR 28
Points/Drive 23
Points/RZTrip 20
Takeaways/Drive 8
3rd Down
Conversion %
11

Coaching: OC Brian Daboll ersetzt Rick Dennison

Players out: QB Tyrod Taylor, OT Cordy Glenn, OG Richie Incognito, OC Eric Woods

Players in: CB Vontae Davis, DT Star Lotulelei, QB AJ McCarron

Draft: QB Josh Allen, LB Tremaine Edmunds, DT Harrison Philips

2017 in a nutshell: Das unverdienteste Playoff team.


Marko: Simon, hast du mitbekommen … die Bills waren in den Playoffs.

Simon: Stimmt, dass das nach dieser Ewigkeit an Abstinenz binnen so kurzer Zeit wieder verdrängt habe …

Marko: Du Seliger.

Simon: Man kann nicht alle Bürden tragen.

Marko: Erzähl das Tyrod Taylor.

Simon: Du meinst dem durchschnittlich guten QB, den der Head Coach aber einfach nicht leiden konnte und daher durch zwei mehr oder weniger große Fragezeichen ersetzt hat?

Marko: Taylor konnte einem schon leid tun. Immer besser als verschrien, war es aber von Anfang an klar, dass Sean McDermott nichts übrig hatte für sein Spiel.

Simon: Was ich ja grundsätzlich verstehen kann. Nicht jeder kann mit jedem. Aber warum ihn dann ein Jahr lang quälen und für Nathan Peterman benchen?

Marko: Vieles über die letztjährige Bills Saison wird im Unklaren bleiben, fürchte ich.

Simon: Auch für Rick Dennison, den McDermott nur für das Taylor Stopgap Jahr geholt hat. Der ist jetzt weg und Brian Daboll ist zurück in der NFL. Er soll die neue, wirkliche Offense rund um Josh Allen installieren.

Marko: Wo hast du Allen gereiht in deinem Draft Board der QBs?

Simon: Ich mache keine Rankings, erstmal. Mit Allen tu ich mir aber echt schwer. Basierend auf einzelnen Funken den Pick zu machen, ist halt der Inbegriff von blindem Mut.

Marko: Und wie Adrian schon im Cardinals Preview sagte: “Zu erwarten, dass ein Quarterback, der derartige Probleme mit Accuracy, Touch, Timing und Antizipation hat, sich in der NFL in all diesen Aspekten plötzlich signifikant steigert, zeugt zumindest von sehr viel Optimismus.”

Simon: Den Optimismus hat GM Brandon Beane zu Hauf. Auf die Frage, warum er glaubt, dass Allen seine Accuracy verbessern kann, sagt er: “weil am College so schlechte WRs sind, ist QB Evaluation nicht einfach. Bei der Senior Bowl sah Allen anders aus.”

Marko: Dann frage ich mich andersrum: Allen sah gegen schlechte Competition schlecht aus, wie sieht er dann wohl gegen gute aus?

Simon: Und ich frage mich: Bessere WRs schön und gut, aber haben die Bills bessere WRs?

Marko: Kelvin Benjamin, Zay Jones, Andre Holmes… puh.

Simon: I rest my case.

Marko: In der Tat hat die Bills Offense jenseits von LeSean McCoy einfach kaum playmaker. Das wird Allens Entwicklung kaum helfen.

Simon: Und die OL ist dank Cordy Glenns Abgang wohl auch nicht besser geworden. Dion Dawkins als neuer LT hatte letztes Jahr schon massiv Probleme in pass protection und ist eigentlich ein Guard.

Marko: John Miller als vermutlich neuer LG muss sich gegen NFL Nose Tackles erst mal unter Beweis stellen, noch 2017 wurde er auf RG gebencht weil er einfach nicht mithalten konnte. Die Bills hatten letztes Jahr massive Probleme mit Combo Blocks innen, ein Reboot tut zwar an sich gut, aber besser werden sie dadurch nicht automatisch.

Simon: Gibt es Hoffnung auf der defensiven Seite? Immerhin ist das McDermotts Metier.

Marko: Dort haben er und Beane auch investiert.

Simon: Ähnlich wie Ron Rivera und Steve Wilks baut McDermott grundsätzlich von innen nach außen.

Marko: Was auch den Harrison Phillips Pick als Nachfolger von Kyle Williams erklärt. Erzähl mal aus der Stanford Perspektive was er der Bills Front bringen kann.

Simon: Penetration von innen, den für Stanford typischen Motor. Einen stabilen Run Defender. Meine größte Sorge ist, dass das Team zu viel verschiedene Aufgaben für ihn hat …

Marko:  … Er ist ja einer dieser Tweener vom physischen Rahmen her.

Simon: Gibt es das heute noch, Tweener? Lasst Phillips die interior zumachen, fertig. Nicht mehr, ganz sicher nicht weniger. Wolltest du ihn nicht in Atlanta haben?

Marko: Ich wollte vieles, ja.

Simon: Jenseits davon ist Tremaine Edmunds sowieso sicher die wichtigere Verstärkung, alles was an Phillips vorbeikommt, wird wohl spätestens bei ihm enden.

Marko: Ein sehr athletischer Typ, aber ich weiß nicht ob er als Rookie nicht noch zu Spur zu roh sein wird um die run defense sofort zu retten.

Simon:d Eine Telvin Smith Lernkurve?

Marko: Hah, lustig, dass du das sagst, weil mein erster Gedanke war Myles Jack. Auch wenn Edmunds nicht Jacks Upside hat.

Simon: Hat halt nicht jeder. Aber dass das klar rauskommt: ich freu mich sehr die Edmunds-Phillips Kombo zu beobachten. Du auch?

Marko: Auch weil das scheme alles nach innen funnelt, und McDermott hier klar das Kawaan Short/Luke Keuchly Modell versucht nachzubauen.

Simon: Der Rest ist… sekundär?

Marko: Die Secondary ist ähm…. ja, nicht so wichtig.

Simon: Heutzutage überbewertet, das passing Game, auch in der D.

Marko: Das ist ja derzeit in einigen Kreisen eine viel diskutierte Frage, von MMQB bis PFF: Ob nicht die Ära der edge defender vorbei ist in dem Sinne, dass eigentlich mehr und mehr Teams Coverage prioritär setzen zu pass rush.

Simon: Ist das so?

Marko: Man kann drüber reden zumindest. Wenn man sich zB die Raiders defense ansieht, die trotz Khalil Mack nicht zustande kommt.

Simon: Dann liegt das meiner Ansicht nach nicht an Mack, sondern an der Planlosigkeit der Coaches.

Marko: Richtig, genau darum geht es eben, ja, dass du trotz irrem pass rush talent eine schlechte Defense haben kannst, aber dass Coverage eventuell “coaching resistenter” ist, also zumindest von schlechtem Coaching schlechter kaputt gemacht werden kann, da man sie viel schwerer Coverage wegschemen kann. Auch ein Team wie die Rams, das nicht von Aaron Donald allein gestemmt werden kann fällt hier ein, wo eben auch ein höchstens durchschnittlicher Offensive Coordinator wie Steve Sarkisian einen Weg finden kann ein Monster-Game von Donald zu nichte zu machen. Und Wade Philips tradet seither verzweifelt nach CBs.

Simon: Ich glaube ich versteh, was du meinst. Weiteres Beispiel: die Texans, die aus 3 mal JJ Watt Defensive Player of the Year einen Plalyoff win gegen die Bengals rausholen konnten, richtig?

Marko: Richtig. Und dann jeweils 41 und 30 eingeschenkt bekam beim Ausscheiden, genau.

Simon: Okay, aber wo führt uns das jetzt hin?

Marko: Angenommen, das wäre der Trend, dann ist der alte Rivera coaching tree natürlich überholt, aber wie Wilks hat McDermott zumindest einen super CB: Letztjährige Rookie-Sensation Tradevious White, der ihm zumindest den Teil der Aufgabe erleichtern wird.

Simon: Den hat, das muss man faireweise sagen, McDermott selbst handgepickt.

Marko: Richtig, insofern wird das das Spannende sein: Ist es eine Weiterentwicklung der innen-nach-außen-Rivera-Schule, die wir hier sehen, oder bleibt McDermott bei dem auch schon Josh Norman erprobten “1 CB reicht”, während andere Teams eben versuchen 3 bis 4 Starter auf der Position zu sammeln.

Simon: Die Bills sind also – wie heißt das – sneaky sehenswert dieses Jahr, und das nicht unbedingt wegen ihrem QB. Wer hätte das gedacht.

Beitragsbild by Idibri under CC BY 2.0

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