#18off12 /// Green Bay Packers 2018 Preview

Trotz vieler Veränderungen in Green Bay bleiben die zwei wichtigsten Konstanten erhalten: Aaron Rodgers und der Head Coach, der von Aaron Rodgers lebt.

2017 Offense Rnk
OFF DVOA 15
PASS O DVOA 25
RUN O DVOA 3
ALY 5
ASR 28
Points/Drive 15
Points/RZTrip 6
Turnovers/Drive 26
3rd Down
Conversion %
13
2017 Defense Rnk
DEF DVOA 20
PASS D DVOA 27
RUN D DVOA 8
ALY 9
ASR 9
Points/Drive 32
Points/RZTrip 32
Takeaways/Drive 14
3rd Down
Conversion %
28

Coaching/Front Office: Brian Gutekunst löst Ted Thompson als GM ab. Mike Pettine ersetzt Dom Capers als DC. Joe Philbin kehrt zurück und ersetzt Edgar Bennett als OC.

Players out: DB Damarius Randall, S Morgan Burnett, WR Jordy Nelson, WR Jeff Janis, LB Joe Thomas

Players in: DL Muhammad Wilkerson, TE Jimmy Graham, CB Tramon Williams

Draft: CB Jaire Alexander, CB Joshua Jackson, LB Oren Burks, WR J’Mon Moore und nicht zu vergessen P JK Scott

2017 in a nutshell: “…or else forget about it.” — Santana


Marko: Eine Ära geht zu Ende in Green Bay.

Simon: Nur eine?

Marko: Okay, guter Punkt. Viele Äras gehen zu Ende.

Simon: Ären? Ärä?

Marko: Viele Errata auf jeden Fall. Ted Thompson ist nicht mehr. Dom Capers ist nicht mehr. Was auch immer der OC dort angeblich gemacht haben soll, das ist auch nicht mehr.

Simon: Fangen wir mit Thompson an. Das sollte ein sanfter Übergang sein. Sein Zögling, kein Rauswurf – scheint auf längere Sicht vorbereitet. Da wird sich wohl wenig ändern …

Marko: Ist anzunehmen. Aber merkbar war er doch.

Simon: Gutekunst hat in der Free Agency was unternommen, mehrmals sogar. Das ist durchaus ungewöhnlich.

Marko: Allerdings. Aber man merkt bei den signings von Tramon Williams, Sheldon Richardson und Jimmy Graham auch: Die sehen alle athletisch so aus, wie Leute, die Thompson geholt hätte. Insofern ist Gutekunst da noch sehr nah an seinem Front Office tree.

Simon: Im Draft dann aber gab es durchaus spürbare Verschiebungen. Jaire Alexander und Josh Jackson sehe ich jetzt nicht als typische Ted Thompson Picks.

Marko: Jap, die sind etwas off. Das kann aber auch durchaus die neue Stimme sein, die defensiv den Ton angibt.

Simon: Mike Pettine übernimmt als DC. Wie ist unser Resümee von unzähligen Jahren Dom Capers?

Marko: Durchwachsen?

Simon: Fair. Anfangs waren das schon super Defenses. Und Rodgers holte sich den frühen Titel auch mit und dank einer irre guten Defense in 2010.

Marko: Aber seither war da viel Mittelmaß. Das Spiel hat sich auch verändert: 2010 konnte man mit Charles Woodson und Tramon Williams dominieren. Heute würden diese Spielertypen nur zu Mittelmaß reichen.

Simon: Ja, man braucht mehr depth für die neue Formationsgewichtung und einen balancierten Mix aus Athletik und Größe, um sich der offensiven Vielfalt stellen zu können.

Marko: Zumindest personell könnte das mit den beiden Rookies, zusammen mit Kevin King und Williams und Davon House als Mentoren, gelingen.

Simon: In der Front sind sich Capers und Pettine ja nicht unähnlich. Nur der eine war halt blitzfreudiger, während der andere sparsamer mit extra pressure umgeht.

Marko: Pettine liebt dafür den so genannten Zero Blitz, wo du hinter der extra pressure keinen freien Verteidiger hast, sondern man to man across the board gehst. Das erklärt auch, warum er neue und gute DBs im Draft priorisiert hat.

Simon: Zusammen mit Muhammad Wilkerson, der seine beste Zeit unter Pettine hatte, sieht das schon fast formidable aus. Der Ausfall von Jake Ryan tut aber weh.

Marko: Rooke Drittrunder Oren Burks wird wohl ran müssen auf ILB, ja.

Simon: Neben dem Quoten-Stanford Spieler – Blake Martinez, halt.

Marko: Haha, ja. Sagen wir es so, solange das die einzige Schwachstelle der Packers Defense ist, verkraften sie das wohl.

Simon: Genau, viel Raum für weitere Ausfälle gibt’s da wohl nicht. Aber so weit so okay.

Marko: Sagen wir das auch über die Offense?

Simon: Aaron Rodgers sagt es bisher zumindest nicht ständig. Letztens gab es scharfe Rüge.

Marko: Fast spiegelgleich zu den vielen DBs versuchen die Packers auch ihr WR corps rundum zu erneuern. Gleich 3 Stück im Draft!

Simon: Ja, das war auch überraschend. Vom etwas rohen Size-and-Speed-Talent J’Mon Moore bis zum noch größeren und und noch schnelleren Equanimeous St. Brown. Eh schon wissen, der mit dem deutschen Hauch, der einfach mental noch nicht ganz am Pro level angekommen ist, und in die 6. Runde fiel, weil er vor dem Draft erklärte, er mag nicht Special Teams spielen, ist da alles dabei.

Marko: Und dann schält sich in der Preseason mit dem Joey Bosa-Cousin Jake Kumerow auch noch ein Kandidat heraus, den man kaum ignorieren kann. Es läuft auf 7 WRs am Packers Roster hinaus.

Simon: Was ein Problem ist, das man gern hat. Vor allem, wenn der achte WR Jimmy Graham heißt.

Marko: Jimmy Graham ist auf seine alten Tage hin ein reine Red Zone Weapon, so ehrlich muss man sein.

Simon: Ganz sicher nicht mehr. Interessant finde ich ja, dass Rodgers in der letzten Zeit ja übers Feld verteilt ja abgebaut hat.

Marko: McCarthy *husthust*

Simon: Ja eh. Zu simpel ist das McCarthy-sche Isolation-Route System, zu wenig downfield Gefahr. Wo aber Rodgers noch immer meilenweit besser als alle anderen QBs ist, ist eben in der Redzone.

Marko: Ein Zauberer, da unten, ja.

Simon: Jetzt stärkt man also Stärken, zum besten Red Zone Passer hauen sie den besten Red Zone TE dazu.

Marko: Gegner müssen hoffen Rodgers at midfield zu stoppen. Wenn er mal in die Nähe kommt, ist 7 fast nicht zu stoppen.

Simon: Gibt es ein Laufspiel? Braucht es eins?

Marko: Es gibt glaub ich ein Hot-Hand-Laufspiel.

Simon: Wer auch immer grad gut drauf ist, darf die gute OL ausnutzen, aber es wird nicht viel bedeuten?

Marko: Neben Rodgers bedeutest du schnell mal nicht viel als RB.

Simon: So schnell, dass ich gerade intensiv überlegt hab, wer überhaupt laufen wird.

Marko: Naja, Ty Montgomery vergisst du sicher nicht. Aber der ist planmäßig eher Nummer 3 hinter Jamaal Williams und Aaron Jones.

Simon: Sprich wir erwarten mal Durchschnitt mit Upside.

Marko: Ähnlich wie bei der Defense, ja. Stell dir vor die bekommen noch Khalil Mack in einem Trade?

Simon: Durchschnitt mit *sehr* viel Upside.

Marko: Puh. Aber auch ohne sind die Packers in der dichten NFC nicht wegzudiskutieren.

Simon: Und das trotz ihrem Head Coach.

Marko: Solange er sich zurückhält und es nicht vermasselt, ist alles drin.

Beitragsbild by Mike Morbeck under CC BY-SA 2.0

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