#18off11 /// Detroit Lions 2018 Preview

Über den Wert und Unwert des Laufspiels scheiden sich bekanntlich die Geister, aber nicht die Matthew Stafford Befürworter: Die Lions auf der Suche nach dem goldenen Rush.

2017 Offense Rnk
OFF DVOA 12
PASS O DVOA 11
RUN O DVOA 30
ALY 32
ASR 21
Points/Drive 10
Points/RZTrip 7
Turnovers/Drive 22
3rd Down
Conversion %
17
2017 Defense Rnk
DEF DVOA 19
PASS D DVOA 16
RUN D DVOA 28
ALY 25
ASR 22
Points/Drive 16
Points/RZTrip 27
Takeaways/Drive 2
3rd Down
Conversion %
16

Coaching: Jim Caldwell adé, neuer HC is Matt Patricia. Paul Pasqualoni ist der neue DC.

Players out: TE Eric Ebron, LB Tahir Whitehead, DT Haloti Ngata

Players in: LB Devon Kennard, LB Christian Jones, RB LeGarrette Blount

Draft: G/C Frank Ragnow, RB Kerryon Johnson, S Tracy Walker

2017 in a nutshell: We have to get rid of our old, conservative coach because he simply could not run the ball.


Marko: Wir haben ja schon öfter über den Wert des Laufspiels heutzutage diskutiert, aber bei kaum einem Team sieht man eine derart große Sehnsucht danach wie bei den Lions.

Simon: Klassischerweise wird das besonders gern gebracht, wenn man Matthew Stafford verteidigt: Er wäre ja noch viel besser, wenn er ein Laufspiel hätte, sagt man.

Marko: Okay, gehen wir das langsam an. Ich halte es ja, was Stafford angeht, sehr mit Derrick Klassens Film Room letztes Jahr, der besagte, dass Stafford weiterhin ein sehr fehleranfälliger Gunslinger ist, der von OC Jim Bob Cooter nur “zahm” gemacht wurde, was seine Fehler – aber auch seine Upside – limitiert.

Simon: Das allein ist ja nicht schlecht. Die Hoffnung ist halt jetzt, dass vielleicht mit dem neuem Coach ein frischer Wind aufkommt.

Marko: Naja, das hatten wir doch schon. Funktioniert das in Detroit?

Simon: Hoffentlich besser als beim Abriss des alten Stadions, des Silverdomes, im Dezember.

Marko: Wer Platz für Neues schaffen will …

Simon: Sollte genug Sprengstoff bei der Hand haben – um mit dem alten Zeugs abzumarschieren.

Marko: Stattdessen draftet man in den ersten beiden Runden einen interior OL und einen RB und holt sich niemand geringeren als LeGarrette Blount in FA. Als ob man Caldwells und Cooters konservativen Regress verstärken wollte.

Simon: Dass die Lions so oft werfen und so selten laufen hat ja eher mit ihrer seit Jahren höchstens mittelmäßigen Defense zu tun. Dass sie da keine Ressourcen reinbuttern? Außer zwei low-level Free Agency LBs nix, das ist für einen defensiven HC sehr merkwürdig.

Marko: Aus der Perspektive fassen wir die Offseason also zusammen als unnötiges Überreagieren auf Conventional Wisdom Narrative, die leider sehr wenig mit dem Gewinnen von Football Spielen zu tun haben?

Simon: Aus sicht der Roster Construction, absolutely. Wir wissen noch immer nicht, wie gut Patricia wirklich als Coach ist. Vielleicht holt er ja aus den Leuten, die da sind, mehr raus, als wir alle glauben.

Marko: Das wäre die Hoffnung ja. Mit Darius Slay, der 2017 endlich sein volles Potential ausschöpfen könnte wäre zumindest ein Super Baustein vorhanden.

Simon: Kein Fan von Ziggy Ansah?

Marko: Ansah ist mir noch immer zu roh. Seine Sacks letztes Jahr waren zu fluky um das Aufrechtzuerhalten finde ich.

Simon: Ich mag dafür den in die Jahre gekommenen, soliden Glover Quin. Der läuft so schön unterm Radar.

Marko: Ist Tracy Walker seine Ablöse?

Simon: Das wird interessant, Walker ist sicher einer der vielseitigsten Safeties, die heuer gedraftet wurden. Und die Lions haben zumindest letztes Jahr sehr gerne Safeties als Slot Coverage benutzt, ich bin gespannt ob sie das fortführen, trotz Regime Change.

Marko: Zusammen mit Jarrad Davis, den sie letztes Jahr auf ILB geholt haben, und seiner leider noch nicht ganz in die Gänge kommenden Entwicklung ist die Defense aber wohl noch immer ein Jahr entfernt davon, gut zu werden. Außer Patricia ist ein Wunderwuzzi.

Simon: Was aber, so ehrlich muss man sein, Belichick-Schüler nahezu nie beweisen konnten.

Marko: Das stimmt auch wieder.

Simon: Zur Offense und ihrem konservativen Wind: Die OL ist ja mit einem guten Frank Ragnow als Rookie durchaus ein Kandidat für oberes Mittelfeld. Du magst Ragnow doch auch.

Marko: Die Chance ist da, ja. Aber denken wir wieder daran, was dieses Team werden will. Es wirkt auf mich als ob ihr Ziel ist, die Jaguars zu werden – auf Offense.

Simon: Und das Dumme daran ist, dass man mit Stafford fast ein zu gutes Talent für so einen Stil hat. Die Jaguars haben ja keine Wahl.

Marko: Genau, die Lions sind also sowas wie die Jaguars – aus Absicht.

Simon: Ohne Defense.

Marko: Ohne sehenswerte Defense, ja.

Simon: Ein anderes Team das mir hier einfällt, was vielleicht besser passt: Die Titans? Belichick Ziehsohn und so.

Marko: Ja, die sind ein guter Vergleich. Mariota ist auch talentierter als es die Offense bisher erlaubt hätte. Sind auch beide so schön hellblau.

Simon: Großer Unterschied ist aber: Mariotas OC könnte ein frischer Wind sein, während Stafford mit Cooter festsitzt.

Marko: Und auch: Das Lions WR corps ist super super super fantastisch. Umso schader ist es, was sie als ihren Plan andeuten.

Simon: Mit Kenny Golladay kam da letztes Jahr das letzte Puzzlestück dazu, ja. Golden Tate ist als shifty Slot YAC guy super etabliert.

Marko: Den dritten im Bunde darfst du mir nicht vergessen, bitte.

Simon: Keine Sorge. Das Beste kommt zum Schluss – zumindest mein liebster Lion:

Marvin Jones spielt den deep threat, der super bei contested Catches ist. Ein wirklich rundes Trio.

Marko: Welches wir hoffentlich oft sehen werden.

Simon: Warum ist das Ziel nicht die 2017er Offense der Vikings? Die haben trotz Keenum einen aggressiven Stil mit gutem WR corps gefahren und ein nur schnarches Laufspiel in Kauf genommen. So ein Zugang wäre mit Stafford absolut möglich und vielversprechend. Schon der verehrte Cutler wusste: force that shit! Ints, wer zählt die schon.

Marko: Es liegt in den Händen von Patricia, Cooter das aufzutragen. Wenn das passiert, dann sind die Lions plötzlich brandgefährlich.

Simon: Aber wenn der Status Quo trotz HC Wechsel erhalten wurde, dann ist das wohl weiterhin ein mittelmäßiges Team, das an den double digit wins nur kratzt und – bildlich gesprochen – nicht Mal richtig abreißen kann.

Marko: In der Division, ja. Irgendwer muss dort letzter werden, und es wäre nicht überraschend, wenn die Bears den Lions den dritten Platz wegschnappen, letzten Endes.

Beitragsbild by A Healthier Michigan under CC BY-SA 2.0

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