#18off9 /// Dallas Cowboys 2018 Preview

Eine bittere Rückkehr zum Mittelmaß gab es 2017 für Dallas. Ihr Fenster rund um super-günstigen Franchise QB Dak Prescott am Rookie-Deal wird kleiner und kleiner, und ohne einen Sprung seitens der Defense, ist fraglich ob sie es nutzen können.

2017 Offense Rnk
OFF DVOA 10
PASS O DVOA 18
RUN O DVOA 2
ALY 4
ASR 15
Points/Drive 9
Points/RZTrip 13
Turnovers/Drive 15
3rd Down Conversion % 5
2017 Defense Rnk
DEF DVOA 25
PASS D DVOA 18
RUN D DVOA 22
ALY 11
ASR 14
Points/Drive 17
Points/RZTrip 11
Takeaways/Drive 21
3rd Down Conversion % 29

Coaching: Neuer QB Coach ist Kellen Moore, neuer Defensive Passing Game Coordinator Kris Richard.

Players out: RB Alfred Morris, WR Dez Bryant, WR Ryan Switzer, TE Jason Witten, OT Jonathan Cooper, LB Anthony Hitchens, CB Orlando Scandrick

Players in: WR Allen Hurns, WR Tavon Austin, EDGE Kony Ealy, OT Cameron Fleming

Draft: LB Leighton Vander Esch, OG Connor Williams, WR Michael Gallup

2017 in a nutshell: Ein junger QB hat Ups und Downs. Die Dallas Defense nicht.


Marko: Ich muss ja fast sagen, als Atlanta-Fan tun einem die Cowboys ja fast leid.

Simon: Wie bitte?

Marko: Naja, schau dir die Parallelen an: Eine historische 2016er Offense wird dank einem total unglaublichen Play eines gegnerischen Hall of Fame QBs aus den Playoffs gekickt. 2017 folgt ein normaler Regress, der aber viel stärker verschrien wird, als es das immer-noch-Top-10-Finish erfordern würde. Der Regress geht einher mit leichtem Zuwachs an OL-Verletzungspech. Und inmitten all dessen stagniert eine junge Defense zum wiederholten Male unter einem erfahrenen Coach, anstatt sich weiterzuentwickeln, obwohl auf jedem Level Playmaker und Stars zu finden sind.

Simon: Passenderweise war für beide Teams ein Schlüsselspiel, als sie in Woche 10 letztes Jahr aufeinandertrafen. Atlantas Defense erhielt einen Boost, der sie in die Playoffs trug. Dallas Offense erlebte die Regression anhand von Verletzungspech im Form von 6 Sacks von Adrian Clayborn, die sie vermutlich aus den Playoffs raushielten.

Marko: Ich kann mitfühlen, auch wenn ich nie ein Cowboys-Fan sein werde.

Simon: Dak Prescott fühlt auch mit, vor allem von sein LT Tyron Smith verletzt oder sein RB Ezekiel Elliott gesperrt ist.

Marko: Wieviele vom Dropoff war das?

Simon: Sicher nicht alles. Dak sah selbst auch anders aus als 2016 noch. Damals zB war er super under pressure. 2017 war er zittrig in Spielen wo viel pressure kam, und zwar auch an den nicht gepressureten Würfen.

Marko: Was ich ja als völlig normalen Teil enier Entwicklung eines jeden jungen QBs bezeichnen würde. Und er wurde ja selten wirklich grottig.

Simon: Genau. Er war einfach die beste OL der Liga gewohnt, und kaum gab es einen minimalen Drop zu auch nur Durchschnitt, sah er gewisse Blitze und Coverages halt zu ersten Mal. Klar wird man da nervös.

Marko: In all der Pressure fokussierte er einmal mehr auf Dez Bryant als go-to-guy, nur gehört Dak eben zu jener Sorte QB, die am besten funktionieren, wenn sie den Ball verteilen.

Simon: Insofern hilft Dez’ Abgang vielleicht.

Marko: Auch wieder wahr. Dez is a brand, aber die neue Brand in Dallas ist eben keine der wahren #1 WRs.

Simon: Der Owner könnte auch durchaus ne neue Brand vertragen. “Alter, grantiger, weißer Mann” zieht einfach heutzutage nicht mehr so gut.

Marko: So weit nämlich, dass die NFL selbst ihn bittet, endlich nichts mehr zu sagen.

Simon: Vom Owner zum Coach: Ist Jason Garrett am hot seat?

Marko: Man bekommt in Vegas 33/1 dafür, dass er der erste Head Coach sein wird der 2018 gefeuert wird. Ich sage mal, warten wir erstmal ab.

Simon: Garrett hat einen riesigen Vorteil auf seiner Seite.

Marko: Der da wäre?

Simon: Mike Lombardi hasst ihn.

Marko: So wie einst Doug Pederson, stimmt. Ich finde auch, dass dieses Head Coach gebashe etwas zu weit geht. So blasse und davor wenig brillierende Leute wie Pederson und Gary Kubiak habe auch Super Bowls gewonnen.

Simon: Wenn der Coach nur meh ist, muss das Talent gewinnen. Und da gibt es ja eh einiges auf der Offense.

Marko: Wir haben die Stars alle schon erwähnt, fraglich bleibt natürlich die WR Position, die sich nun rund um Neuzugänge Allen Hurns, Deonte Thompson und Rookie Michale Gallup organisieren muss.

Simon: Cole Beasley und Terrence Williams als elder statesmen. Puh.

Marko: Und dann kommt der Kicker: Tavon Austin ist geholt worden, um als „web-back“, halte dich fest, ein bis zwei Dutzend (!) Touches zu bekommen.

Simon: Das wirkt über die Saison ja wie ein recht passender workload.

Marko: …pro Spiel!

Simon: Äh, ja, ne, was war nochmal ein „web-back“?

Marko: Das ist das Augenweh, das man bekommt vom Tavon Austin in der NFL schauen.

Simon: Na gut, mit den WRs werden sie’s nicht mehr hoch gewinnen.

Marko: Und TE gibt’s auch keinen weit und breit. Oder sieht das dein Stanford-Auge anders?

Simon: Dalton Schultz ist ein weiterer in der Reihe ordentlicher TEs aus Stanford. Feuerwerke darf man sich keine erwarten. Solide.

Marko: Aber ja, es ist dennoch nicht schwer sich vorzustellen, wie die OL zusammen mit Dak und Zeke allein schon für ein erneutes Top 10 finish reichen kann.

Simon: Was man über die Defense leider, wieder, nicht sagen kann.

Marko: Es ist fast verhext, ja. Rod Marinelli ist einer der besten defensiven Coaches die man haben kann. Und dennoch klappt es einfach nie zu einem Top 15 Finish für die Truppe.

Simon: Und es ist nicht so als ob er es verlernt hätte. ZB ist er noch immer einer der besten darin unblocked pressure zu erzeugen:

Marko: Liegt es also am Talent?

Simon: Gehen wir es durch: Rookie Surprise CB war sicher Chidube Awuzie.

Marko: Der sah fesch aus, ja. Ebenso fesch in der sceondary, mein alter Slot-crush Byron Jones.

Simon: So, und dann hat man vorne den franchise tag an Demarcus Lawrence vergeben müssen, weil sein Breakout-Jahr so gut war.

Marko: Und neben ihm ist mit David Irving einer der besten interior rusher.

Simon: Und dann haben wir noch nicht mal Jaylon Smith, Sean Lee und Leighton vander Esch erwähnt.

Marko: Es ist zum aus der Haut fahren. Wie kann eine Defense, wo wirklich alle Zutaten da sind, weiter so schwächeln?

Simon: Vielleicht müssen wir hierfür doch zurück zum Kopf des Ganzen. Vielleicht macht es einfach keinen Spaß für Jason Garrett zu spielen.

Marko: Sein aktives Händeklatschen findet leider keine Entsprechung beim Team-Building.

Simon: Richtig, hier herrscht gähnende Passivität, obwohl man mit einem QB auf Rookie-Deal ein ideales Fenster für win-now hätte.

Marko: Vielleicht ist Garrett einfach ein Mike Smith Typ: Immer solide genug um sich zu halten, aber nie in der Lage die Summe zu was Größerem werden zu lassen als es die einzelnen Teile sind.

Simon: Das reicht halt für die Organization, die sich selbst ‚America’s Team‘ nennt, auf Dauer nicht.

Beitragsbild by Keith Allison under CC BY-SA 2.0

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