#16smalltalk2 /// Wer die Wahl hat

Simon: Marko, ich starte hiermit offiziell die Giants-Superbowl Watch.

Marko: Du meinst also, meine Vorahnungen letzte Woche waren noch nicht überzeugend, aber jetzt, nachdem sie Cleveland geschlagen haben, sind die Giants… wie sagt man… “for real”?

Simon: Nein, ich sage: VOR einem Browns Spiel braucht man nicht wirklich über “for real” reden. Ab jetzt wird’s ernst, quasi. Es geht um die Wurscht.

Marko: Bei den Browns nicht mehr.

Simon: Bei den 49ers auch nicht. Bestes Kommentar auf twitter gestern: das Game hätte nicht besser laufen können – gekämpft bis zum Schluss und knapp verloren. Der Draft ist unser Playoff.

Marko: Es wurden ja landauf, landab auch schon die “Miami are for real” Glocken geläutet, was sagst du dazu, nachdem sie euch grad einmal überlebt haben?

Simon: Cameron Wake ist eine Augenweide – und Kiko hat mich wieder bestätigt. Dass die komplett umgebaute Oline keine Probleme hatte, überrascht mich auch nicht.

Marko: Dafür habt ihr den neuen Wunderwuzzi Jay Ajayi im Zaum gehalten und Kaepernick sah ja fast aus wie sei altes Selbst von 2013.

Simon: Ajayi – ja. Wer die Box komplett zu stellt, wird halt hinten aufgemacht. Schau dir Tannehills Stats an. Das war eine willentliche Entscheidung diese Woche wieder mal die Secondary schlecht aussehen zu lassen.

Marko: Adam Gase ist am besten zu vergleichen mit einem Raucher, der aufhören will: Er hat seinen Assistenzcoaches mitten in der Season gesagt, selbst wenn er unbedingt werfen will mitten im Spiel, sollen sie ihn daran erinnern, dass er Läufe einstreuen muss. Lange Zeit klappte das gut mit Ajayi, aber gestern habt ihr den Raucher in Gase wieder hervorgezaubert.

Simon: … und damit Parker und Leonte Carroo einen Glückstag beschert. Wenn auch nicht auf Taylor Gabriel Niveau.

Marko: Gabriel ist die größte Erfolgsstory der Browns heuer. Aber bleiben wir kurz in der AFC, Miami übernimmt damit tatsächlich den 6. Seed in der AFC, auch dank dem OT Thriller in Denver.

Simon: In einer Saison, die sich so von Kicker geprägt erweist, war das noch einmal ein Highlight. Kurz vor Ende der Overtime, der game winner an der Innenstange.

Marko: Wie lange noch bis wir einen Stangenpendler sehen?

Simon: Am College gab’s eh diese Woche einen. Ich wette, Roberto Aguayo zieht gleich nach.

Marko: Aguayo war wieder 0 von 1.

Simon: Du suchst aber auch in jedem Bucs Win das Lächerlichste raus, oder?

Marko: Na gut, na gut, Hut ab. Seattle schlagen ist nicht leicht.

Simon: Frag die Falcons.

Marko: Frag die Refs. Der eine PI Call in Seattle in Woche 6 macht jetzt den Unterschied zwischen Bye oder nicht Bye. Aber egal.

Simon: Am meisten überraschte mich, dass Tampa das mit Defense machte. 245 total Seahawks yards. 6 Sacks machten die Bucs, davon 5 von der D-Line.

Marko: In der NFC West gehört OL umbauen bei allen Teams zur Tagesordnung, aber erfolgreich war damit wohl keiner diese Woche.

Simon: Goff sah ohne Greg Robinson wenigstens besser aus als mit.

Marko: Wollen wir wirklich eine Fade route zu… Tavon Austin loben?

Simon: Für seinen OffCoord kann er ja nix. Aber reichen tut das alles auch nicht, wenn der gegnerische Head Coach an deinem Def-Coord ein Exempel statuieren will.

Marko: 49 Punkte im ersten Aufeinadertreffen von Seans Payton und Gregg Williams. Payton hatte im locker room unter der Woche 50 versprochen. Insofern wieder mal gescheitert.

Simon: Aber das ist doch auch zu einfach, oder? Jetzt so zu tun, als wäre Bountygate alles und allein Williams gewesen?

Marko: Das finde ich auch. Gar nicht zu einfach ist finde ich der play der woche, Khalil Macks pick six gegen Carolina.

Simon: Deutlich besser als der Flop der Woche. Aber ja, Mack muss  ein DPOY Kandidat sein, trotz der höchst fragwürdigen Raiders D um ihn herum.

Marko: Mit Luke Kuechlys Ausfall bleibt wohl nur noch Von Miller als Konkurrent übrig. Auch wenn er, fand ich, nicht der beste pass rusher in dem Spiel war.

Simon: Justin Houston, hello hello.

Marko: War das das defensivste 30:27 Spiel ever? Es stand glaub ich 9:3 mitten im 3. Quarter bevor die Dämme brachen.

Simon: Dafür war euer Spiel ja weniger defensiv als erwartet. Ich dachte, die miese Cardinals Offense wird sich schwer tun, und ihre super Defense wird euch, wie Philly, Probleme bereiten.

Marko: Die 38 Punkte ohne Julio sind genau das, was die Falcons gebraucht haben. Zwar sind sie merklich erholt aus der Bye wieder zurückgekehrt, aber Desmond Trufant ist nun auf IR.

Simon: Mit Verlaub, eure Defense hat mit euren Wins so viel zu tun, wie Kaepernick mit Fidel Castros Tod.

Marko: Das ist wohl wahr. 8 verschiedene Spieler haben heuer mehrere TDs gefangen bei den Falcons. Gabriel gestern zweimal denselben sogar!

Simon: Hat das Team mehr als Offense?

Marko: Nein, und das wird sie später kosten, aber schön anzuschauen ist die Offense allemal.

Simon: Die NFL ist kein Beauty-Contest.

Marko: Jup, sie ist auch kein Popularitäts-Wettbewerb wie eine Präsidentschaftswahl.

Simon: Roger Fidell … da bleibt einem das Wortwitz-Lachen ziemlich im Hals hängen.

Marko: He Makes the NFL Great Again?

Simon: Beim President-Elect gibt es wenigstens maximal zwei Amts-Perioden. Aktuell.

Marko: Ob Robert Kraft die Wahl von damals bereut?

Simon: Seit dem unnötigen Deflategate Überdrama sicher ein bisschen. Aber die NFL-Owner sind ja eine durchaus perfekte Demokratie.

Marko: Wieso?

Simon: Weil ihre Entscheidungen 100% Wahlbeteiligung haben. Davon sind wir in unseren weit entfernt.

Marko: Insofern, seid wie NFL Owner: Geht wählen, Leute.

Simon: … sonst müssen wir uns am Ende wundern, was alles geht.

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