#14reg7 /// On The Road

Woche 6 brachte uns einen Haufen Auswärtsstärke, ein Unentschieden und die Machtübernahme der NFC West durch Carson Palmer.

Marko: Simon, von 15 Spielen konnten sich letzte Woche nur drei Heimteams durchsetzen.

Simon: Das kann nur an der Vorfreude auf Columbus Day liegen, der Montag war.

Marko: Als Andenken an ihre koloniale Vergangenheit, besonders gut auswärts spielen, klingt plausibel.

Simon: Weniger plausibel klingt, dass du über das Jaguars – Titans Game reden möchtest.

Marko: Wieso?

Simon: Äh, weil es kein Auswärtssieg war?

Marko: Achso, ich dachte du meintest, weil es die Jaguars beinhaltet. Und die Titans.

the only people for me are the mad ones

Jaguars at Titans – 14:16

 Simon: Und ich finde sogar darüber lässt sich streiten. Hat dieses Spiel irgendwas beinhaltet?

Marko: Ja, fangen wir beim Positiven an. Was schon da war, auch beiden Seiten, ist eine DLine.

Simon: Ok, ja, Jurrell Casey Fans sind wir schon seit längerem, aber Jacksonville hat sich ja nur was aus Seattle-Ausverkäufen zusammengeschustert, weil Gus Bradley zu faul war zum scouten.

Marko: Und dennoch ist man 2. der Liga in Sacks und sicher eine Top 10 Unit overall. Ich sag ja nicht, dass es eine Defense ersetzen kann…

Simon: Der Rest ist nämlich wirklich bitter da hinten. Jonathan Cyprien sieht wie der einzige halbwegs wache Spieler der Back 7 aus, und er zerbricht ein bisschen an der Auflage, 5 Rollen gleichzeitig spielen zu müssen.

Marko: Die Titans wussten das gut auszunutzen. Charlie Whitehurst hat seinen zweiten Karriere-Sieg als Starter erlangt!

Simon: Nicht schlecht für jemanden, der bereits Verträge im Wert von mindestens 20 Mio $ unterzeichnet hat.

Marko: Wir sehen also auch keine Zukunft für Whitehurst, auch wenn wir finden, die Liga ist ein interessanterer Ort mit ihm?

Simon: Er hat es jedenfalls nicht geschafft besser auszusehen als Blake Bortles.

Marko: Nicht wahr? Das ist doch fesch, was die da haben!

Simon: Bortles zu beurteilen ist immens schwer. Er spielt gegen 11 Gegner, seine eigenen 10 Mitspieler und ca. 2 Coaches und ihre Idee von playcalling.

Marko: Die Jags OLine ist eine Ansammlung von 5 Katastrophen.

Simon: Und bei aller Liebe zu rag-tag-nobodies, die sich aus dem Nichts hochreißen… Lieber Allen Hurns, wenn du 12 Sekunden vor Schluss nicht kapierst, dass die 10 Yards, die du noch laufen kannst, das game winning FG deines Kickers extrem erleichtern können, dann kann dein QB dir noch so hübsche Bälle zuwerfen.

Marko: Kein Laufspiel, keine OL, ein vorhersehbares screen-and-dunk Playcalling… er sieht finde ich dafür echt solide aus, der Blake.

Simon: Ja, wobei wir eh schon gesagt haben, die Jaguare hier im Stall zu lassen.

Marko: Was für beide Teams hier natürlich gilt. Titans, so bald werdet ihr nicht die Divison der Andrew Watts in Frage stellen können. Dazu gehört mehr, als die Jaguars an einem 50+ Yard miss zu überleben.

Simon: Und die Jaguars sind halt immer ein Trauerspiel, das ich so gern mal aufblühen sehen würde. Lieber pass rush, halte durch, halte so lange durch, bis Bortles Receiver hat, und versucht nicht wahnsinnig zu werden dabei.

surprised, as always, by how easy the act of leaving was, and how good it felt

Bears at Falcons – 27:13

 Marko: Wahnsinnig hat sich auch der Bears win in Atlanta angefühlt. Wir streifen natürlich unsere Teams, Falcons und 49ers verhältnismäßig öfter als andere, aber ich möchte heute hier auf die Bears fokussieren.

Simon: Zuallerersteeinmal, Hut ab, im Georgia Dome gewinnt es sich nicht leicht.

Marko: Und die Bears waren in diesem Spiel niemals in Gefahr auch nur ansatzweise was herzugeben.

Simon: Ich sah Leute die meinten, “Falcons Drops, Schiris, etc.”, aber wenn es ein Sinnbild eines Spiels gab, das eben nicht von diesen klassischen Fan-Ausreden bestimmt war, dann dieses hier.

Marko: Richtig. Jeder Drop war aufgrund der hörbaren Schritte des Bears Defenders vorhersagbar. Jenseits davon, hat Jay Cutler zusammen mit seinen Busenbären Brandon Marshall und Alshon Jeffrey Sachen aufgeführt, die ins Coaching Textbook für QB Play sollten.

Simon: Ich mochte seine Übersicht und Geduld sehr. Defensiv hat man wie gesagt eine der mächtgeren Offenses ziemlich abgestellt, und dass ohne praktisch das gesamte LB Corps.

Marko: Einige Bears Fans meinten ja im Vorfeld, dass das eine Addition via Subtraktion war, aber either way, das hat passt.

Simon: Kyle Fuller DROY so far?

Marko: Er sah auch die Woche danach aus, ja.

Simon: Letzte Bears-Bemerkung: Das run blocking, das sieht erstaunlich frisch aus.

Marko: Ja, was die Jungs vorne für Matt Forte aufmachen ist bisher sehr gut gewesen, auch in diesem Spiel.

Simon: Brian de la Puente insbesondere schiebt viel herum, zwischen ihm und Kyle Long macht Forte heuer 5.9 YPC. Alle anderen Gaps: 3.6 YPC.

Marko: Aber ich möchte hier auch sagen, auch wenn die Falcons DBs nicht zu den physischsten der Liga gehören, dass die WRs im run game wirklich sehr brav mitarbeiten in Chicago. Also was sehen wir hier, ein 3-3 Team, dass ein 4-2 Team sein könnte, wenn eine OT anders verläuft?

Simon: Das auch, aber auch, und das haben wir mit unserem häufigen Marc Trestman Lob ja immer gesagt, ein Team das gut gecoacht wird, und das mit Depth und Stabilität glänzt. Ich mag mehr davon sehen. 

the loneliest and most brutal of American cities

49ers at Rams – 31:17

 Marko: Vorwürfe, dass wir zu wenig gesehen und gehört haben, gab es Montag Nacht auch. ESPN wurde vorgeworfen, den Ferguson-Protest im Edward Jones Stadion nicht angesprochen zu haben.

Simon: St. Louis ist ja nur 8 Meilen von Ferguson entfernt und auch im August selbst Schauplatz von einem fragwürdigem Polizei-Shooting gewesen.

Marko: Die Rams sind im Gespräch, nach LA zu ziehen, die Jack Kerouac schon 1957 in “On The Road” als “the loneliest and most brutal of American cities” bezeichnet hat.

Simon: Ich finde Oaklands Idee hierbei die absurdere.

Marko: Ja, das stimmt wohl. So sind die Rams also derweil mal immer noch in St. Louis, aber immer noch von Austin Davis abhängig. Der würde ja bessere Chancen gegen gute Gegner haben, wenn der pass rush auch nur annähernd das wäre, was er in der Offseason versprach.

Simon: Die Jaguars haben 19 mal so viele Sacks wie die Rams nach 6 Spielen.

Marko:  Bilder sagen mehr als tausend Worte:

Simon: Dann sollte man eigentlich auch zeigen, wie die DBs bei den Touchdowns von Brandon Lloyd und Michael Crabtree dem Double Move so gar nicht folgen konnten. Wer anbeißt, beißt ab. Oder so.

Marko: Beim Rams TD haben die 49ers DBs auch alle den Köder geschluckt. Play Action, Yay!

Simon: Dabei war das noch vor den Ausfällen von Patrick Willis und Jimmie Ward. Man sollte meinen, diese Löcher wären zu nutzen.

Marko: Ganz im Gegenteil: die 49ers Def hat den Sack wirklich zu gemacht.

Simon: Und das schon wieder durch eine game sealing Int – dieses Mal durch den Rookie Dontae Johnson.

Marko: Wo die 49ers die Corners noch herzaubern? Hinter Dontae ist aber dann nix mehr, oder?

Simon: Einen gibt es noch: Chris Cook. Der hat seine Verpflichtung durch ein heads up play bei einem versuchten Punt Fake der Rams.

Marko: Cook hat den innerhalb der Seitenlinie bleibenden Austin Davis bemerkt und ihn gecovert. Am Ende bleibt dann nur der Delay Of Game Penalty.

Simon: Das wäre der vierte Fake Punt der Rams in drei Saisonen geworden.

Marko: Aber zurück zum Rams pass rush, der ja das eigentliche Drama der Saison ist: Robert Quinn bekommt die gesamte Aufmerksamkeit der gegnerischen OL und kommt und kommt nicht Fahrt, oder?

Simon: Wirkt fast machtlos gegen die in seine Richtung geschichteten Lines. Durch Chris Longs Ausfall ist die Depth auf der anderen Seite gefragt, und ich finde William Hayes, den wir schon letztes Jahr zu einem der unterschätztesten Backups der Liga gezählt haben, machte seine Sache sehr gut.

Marko: 6 Hurries in dem Spiel, das ist so viel wie Quinn im ganzen Jahr hat.

Simon: Aber der muss halt jetzt beweisen, dass er ein Starter sein kann. Ein Spiel gegen Jonathan Martin schön und gut, aber das macht noch keine Saison.

Marko: Jedenfalls sind die Rams die Anti-Jaguars in einem gewissen Sinn, oder? Wir dachten, das Team wird fast nichts haben außer pass rush, und der muss halt das Team tragen bis der Rest aufholt.

Simon: Genau das sind die Jaguars nun. Von denen dachten wir Anfangs, die würden einen okayen jungen Development-QB haben uns sonst wenig, und das ist genau, was aus den Rams geworden ist.

Marko: Leider haben beide Teams keinen Pat McAfee, den Destroyer of Worlds.

“I just won’t sleep,“ I decided. There were so many other interesting things to do.

Random Game Samples

Simon: Unglaublich. Das so etwas aufgeht.

Marko: Der Mann überholt seinen eigenen Kick. So müssen Onside Kicks gemacht werden: einfach und simpel.

Simon: Einfach und simpel, das hat sich TY Hilton auch gedacht. 147 nach dem ersten Viertel.

Marko: Sein Statline am Ende liest sich noch dominanter: 223 Yards, 9 Receptions, 1 TD, 7 First Downs.

Simon: Und der eine Catch ohne First Down oder TD war auch noch wertvoll. Vince Verhei hat das in den dieswöchigen Quick Reads wunderschön aufbereitet.

Marko: Der Name der Kolumne täuscht ja etwas – aber wir können ja ausnahmsweise die Conclusio vorwegnehmen:

T.Y. Hilton is a very versatile receiver. In this game alone he demonstrated the speed to get open deep, the quickness to gain yards after the catch, the savvy to beat either man or zone coverage, and sure hands capable of catching the ball even while being dragged to the earth. 

Andrew Luck is a really, really good quarterback, and Hilton is lucky to play with him. (OK, this wasn't really anything new we learned, but it's still an important takeaway.)

 

Simon: Fällt dir das noch nie aufgetretene Wortspiel mit Luck(y) auf? Fehlt gerade noch, dass er den Konnex von T.Y: zu thank you macht.

Marko: Das hat er dir überlassen.

Simon: So wie die Texans Def sich entschieden hat in das große Watt-Luck Duell nicht einzugreifen.

Marko: Das ist eine richtige Once-In-A-Generation-Paarung. Hoffentlich bleibt uns die Konstellation lange erhalten.

Simon: Mir fällt da keine vergleichbare ein.

Marko: Am ehesten Brady gegen Revis – aber das hielt viel zu kurz.

Simon: Revis hatte genug. So wie Mike Nugent beim Spiel zwischen Cincinnati und Carolina. Das jährliche Tie hätten wir.

Marko: Lions, aufpassen. Ein neuer Kicker könnte frei werden.

Simon: Aber nur, wenn es nach Pacman Jones geht.

Marko: Weil wir gerade bei exaltierten Kollegen sind: Richard Sherman versus Dez Bryant. Was sagst du?

Simon: I refuse to praise the Cowboys … Aus 49er Fan Sicht: Im Duell des ewigen Rivalen gegen den aktuellen hat halt der im Moment weniger tragische gewonnen. Wenn ich schon wen loben muss: Die Offense Line der Cowboys bleibt weiterhin phänomenal – sogar  Joseph Randle kann dahinter laufen.

Marko: Er hätte bei seinem Diebstahl wohl Unterstützung der Line gebraucht um ungesehen raus zu kommen – Unterwäsche und Parfum. Ich pack es nicht.

Simon: So geht es mir mit den Arizona Cardinals. Carson Palmer ist wieder zurück, frei nach dem Prinzip: Thank you, Drew, for keeping my seat warm. Jedenfalls führt Palmer nun die NFC West an, sah auch niemand kommen.

Marko: Unter normalen Umstände würde ich ja sagen, das schreit nach einem Trap Game. Aber die Raiders sind – wie soll ich sagen – in ihrer eigenen Trap.

Simon: So knapp die Niederlage gegen die Chargers war – almost doesn’t count.

Marko: Wer weiß, vielleicht gewinnen sie ja mal auswärts. Die Chancen stehen dort ja besser, wenn man die Woche ansieht.

Simon: Auswärts ist das neue Jacksonville. It’s where you go to win.

It was a rainy night. It was the myth of a rainy night.

Preview Week 7

Marko: Auswärts in Denver – das liegt dann doch auf einer anderen Meereshöhe.

Simon: Peyton Manning wird die neu formierte Def auf eine diese Saison nicht da gewesene Bewährungsprobe stellen. Fassen wir mal zusammen: Er wird nicht auf Aldon Smith, NaVorro Bowman, Patrick Willis, Tramaine Brock und Jimmie Ward treffen.

Marko: Da muss zumindest ein bisschen Freude aufkommen.

Simon: Robert Mays und Bill Barnwell werden jedenfalls gespannt Chris Borland beobachten. Die 85% Latte steht ja – wenn er auch Willis’ und nicht Bowmans Platz einnimmt.

Marko: Die wahre Reifeprüfung erhält ja Perrish Cox. Das Team, das ihn gedraftet hat und nach der Anklage fallen gelassen hat – aus rein sportlichen Gründen, wie es sagt.

Simon: Dem verspäteten Redaktionsschluss sei dank, hab ich noch einen added twist erfahren: Demariyus Thomas hat ausgesagt, damals. Cox wurde zwar unschuldig gesprochen, aber die Freundschaft zwischen ihm und Thomas war zu Ende.

Marko: Ob das alleine reich, um den Größenunterschied wettzumachen?

Simon: Es deutet jedenfalls alles auf einen zufriedenen Manning hin.

Marko: Die Offense Line der 49ers sieht auch beinahe von Woche zu Woche anders aus: jetzt fällt Mike Iupati dank einer Gehirnerschütterung aus. Anthony Davis ist immer noch nicht zurück.

Simon: Next man up. Als Underdog spielen die 49ers erwiesenermaßen besser.

Marko: Weniger klar verteilt sind da die Rollen beim Spiel in Indianapolis.

Simon: Division Leader gegen Division Leader. Indys Passing Game gegen Cincys Running Game.Ich sage, die bessere Defense gewinnt.

Marko: Seit wann sind wir Tipper? Außerdem machst du es dir zu einfach.

Simon: Findest du? Vergleichen wir zwei wichtige Matchups. Nummer 1 Hilton/Wayne/Allen versus Hall/Newman/Pacman/Nelson.

Marko: Wenn du Luck in Reckless Mode noch dazu nimmst, klingt das für mich nach einem haarscharfen Tie mit leichten Vorteilen für die Colts.

Simon: Interessant. Zweites Matchup: Bernard/Hill versus Jean-Francois/Redding/D’Qwell

Marko: Ich verstehe, worauf du hinauswillst. Du sagst, die Bengals dürfen den Run-Pfad nicht verlassen?

Simon: Wie du sagst, ich mache es mir zu einfach. Aber ja, die Bengals spielen schließlich auswärts.

Beitragsbild by Keith Allison under CC BY-SA 2.0

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