„That stuff was real. That stuff matters. That stuff literally kills people.“

Wir sind zwar ein Football-Blog, aber die Geschehnisse rund um Donald Sterling sind dennoch zu interessant um sie zu übergehen.

Die meisten bemühen sich darum, den Kontext dieses rassistischen reichen Owners so klein und persönlich wie möglich zu halten. Die Outrage dreht sich um einen Konflikt, den er mit seiner Freundin hat, die einen Konflikt mit seiner Frau hat. Der Aufschrei ist brav personalisiert und anlassbezogen: Was für ein rassistisches Arschloch, er möchte nicht, dass seine Freundin mit Schwarzen in der Öffentlichkeit herumhängt! Bill Simmons kommt in seiner Kolumne zB auch nicht weg vom Fleck: Die armen Clippers. Damals, als ich im Flugzeug hinter ihm saß. Was für eine Krise für die NBA. Etc.

Aber es gibt auch Stimmen, die hinter die Person, den Einzelfall Donald Sterling schauen. Am wichtigsten und lautesten war hiebei wohl der Anruf von Bomani Jones im obigen Video, der die Aufmerksamkeit auf Sterlings diskriminierende housing history lenkt, und sich fragt, warum damals niemand aufschrie. Wo war TMZ, als Sterling sich mit außergerichtlichen Vergleichen vor jedem Zugeständnis eines in Amerika noch immer institutionalisierten Rassismus drückte?

Sehr schön fasst das auch Tom Ziller bei SB Nation zusammen, dem ich hier das Schlusswort übergebe:

„When you have more money than God, you never have to admit guilt. Sterling could settle a hundred cases with the Department of Justice and never feel it in his pocketbook. We have mandatory minimum sentences in this country for possession of weed, yet guys like Donald Sterling can pay their way out of even admitting guilt, let alone facing real penalties or serving time. And when guys like Donald Sterling pay off the prosecutors, not even the NBA can really do anything. Not until TMZ is on the case, at least.

(…)

Until that issue is resolved, we’re destined to have more Donald T. Sterlings running our cities, reinforcing institutional racism and perpetuating the vicious cycle. Good on Adam Silver for fixing this specific problem and quieting this specific outrage. But if we have any hope of curing the underlying problem, we’re nowhere close to the finish line.

Hell, we might not even be at the starting line.“

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